Safaga Tour

Die Riffe im Seegebiet des ca. 60km südlich von Hurghada liegen Safaga sind aufgrund ihrer geografischen Lage recht gut vor Witterungseinflüssen geschützt und daher auch für weniger erfahrene Taucher sehr gut geeignet. Die Makharita steuert im Verlauf der Safaga Tour die Top Tauchplätze der Region an. Hier ein paar beispielhafte Tauchplatzbeschreibungen:

Salem Express

salem1Die Salem Express wurde von der französichen Werft Forges & Ch de la Mediterranee in La Seyne gebaut und lief 1966 unter dem Namen Fred Scamaroni vom Stapel. Sie war als roll-on roll-off Fähre mit Platz für 142 PKW und 650 Passagiere nebst Mannschaft konzipiert worden. Das Schiff wechselte mehrfach sowohl den Besitzer als auch seinen Namen, bevor es 1988 zur Salem Express wurde. Die rund 100 Meter lange und 18 Meter Breite Fähre hatte einen Tiefgang von knapp 5 Metern und verdrängte 4771 to. Sie hatte drei Decks und wurde über ein sogenanntes Bugvisier be- und Entladen. Der Antrieb erfolgte über vier Achtzylinder-Schiffsdiesel-Motoren die ihre beachtliche Gesamtleistung von 14880 PS an zwei Schiffsschrauben abgaben. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 22 Kn.

Am 15.12.1991 war die Salem Express mit islamischen Pilgern unterwegs von Jeddah nach Port Safaga. 

salemIn der Schlußphase der Rückfahrt nach Safaga ließ der Kapitän stets eine recht gefährliche Ankürzung entlang des Hyndman Riffs fahren. Damit konnte er die Fahrzeit um gut zwei Stunden verkürzen. An diesem Dezembertag verschlechterte sich das Wetter mit Anbruch der Nacht. Der Wind frischte nahezu auf Sturmstärke auf. Das Schiff war etwas vom Kurs abgekommen und befuhr die übliche Abkürzung des Kapitäns etwas weiter östlich. Die Salem Express fuhr mit großer Wucht schräg auf das südlichste Riff der Hydman-Gruppe auf. Nur zwanzig Minuten nach dem Aufprall war die Salem Express gesunken. Offiziell wurde gemeldet, die Salem Express hätte 650 Menschen an Bord gehabt, doch es hält sich hartnäckig die Behauptung, es wären leicht doppelt so viele Reisende an Bord gewesen. Die offizielle Zahl der Todesopfer beläuft sich auf 470 Personen – unter ihnen auch der Kapitän. Der Meeresboden ist an der Unglücksstelle rund 32 Meter tief. Die Salem Express liegt auf ihrer Steuerbordseite. Das Bugvisier ist inzwischen durch die Kraft der See fast völlig geschlossen (es stand kurz nach dem Unglück noch weit offen). Die Backbordseite der Salem Express liegt durchgängig in einer Tiefe von rund 12 Metern.

Panorama Reef (Abu Alama)

panoramaAbu Alama ist ein ca. 1000 Meter langes und 550 Meter breites eiförmiges Riff, dessen Achse von Nordwest nach Südost in Richtung 150° verläuft. Die Tiefenlinie von 200 Metern wird bereits in einem Abstand von 200 – 450 Metern vom Riffdach erreicht, um dann schnell auf über 400 Meter Tiefe abzusinken. An der Nordspitze bildet das Riff in ein ca. 15 – 25 Meter tiefes Plateau aus, welches an seiner äusseren Kante steil in die Tiefe abfällt. Die sehr schmalen abfallenden Hänge an der Ost- und Westseite umfassen ebenso einen Tiefenbereich zwischen 15 und 25 Meter um dann fast senkrecht in größere Tiefen abzufallen.

Abu Kafan

kafan2Rund 24 km Fahrtstrecke oder ca. 90 Minuten von Safaga entfernt liegt in südwestlicher Richtung das gut 700 Meter lange und 320 Meter breite Riff Abu Kafan. Die senkrechte östliche Steilwand fällt in direkter Nähe zum Riff auf Tiefen von rund 80 Meter ab, um dann in nur 160 Meter Entfernung vom Riffdach schnell Tiefen von mehr als 200 Meter zu erreichen. Die westliche Steilwand erreicht in Riffnähe Tiefen von rund 100 Meter. In einem Abstand von ca. 340 Meter vom Riff werden dann ebenso schnell Tiefen von über 200 Meter erreicht. Auf dem ca. 25 tiefen Nordplateau existieren zwei deutlich erkennbare Korallenköpfe, der Erg im Süden ist in einer Tiefe von rund 18 Metern mit dem Riff verbunden.

Um Hal Hal

Der nahe bei Middle Reef gelegene Tauchplatz wird aufgrund seiner etwas strömungsexponierten Lage seltener betaucht. Wenn es der Seegang und die Strömung zulässt, taucht man an schönsten Tauchplatz dieses Gebietes. Man findet hier ein farbenfrohes und lebendiges Riff mit großem und vielfältigem Fischreichtum. Zwei große Felsen kommen bis auf wenigen Meter an die Wasseroberfläche heran. Das darrunterliegende Plateau fällt an den Außenseiten bis auf 24 Meter ab. Um Hal Hal ist nicht sehr groß und kann mehrfach umrundet werden.

Gamul Kebir

Gamul Kebir ist ein etwa 400 m langes Fleckenriff. In seiner Mitte liegt eine vollkommen runde Lagune. Besonders interessant sind fünf dem Hauptriff vorgelagerte große Korallenblöcke. Zwischen diesen dehnt sich eine Seegraswiese auf etwa 12 m Tiefe aus, darüber fast immer ein Schwarm von 50 ausgewachsen Barrakudas. Gamul Kebir wird daher auch oft "Barracuda house" genannt. Auch Ammenhaie und Stachelrochen sind hier oft anzutreffen. Wegen Dünung und Strömung ist dieser Platz im Winter oft nur schwer zu betauchen.

Tobia Hamra

Wegen seiner schönen Korallenvorkommen wird das Riff auch oft  "Coral Garden" genannt. Tobia Hamra ist ein ideale Tauchplatz für Fotografen. Steinfische, verschiedene Muränenarten und manchmal auch Adlerrochen sind hier anzutreffen. Die Tauchtiefen liegen zwischen 5 und 25 Metern.

Tobia Island

die kleine auch "Sandy Island" genannte Sandinsel wird von einem vorgelagerten Riff flankiert, das auf etwa 25 m Tiefe abfällt. Am Bootsliegeplatz erstreckt sich eine große Sandlagune die zum Baden und Schnorcheln einlädt. Unterbrochen wird die Sandfläche, von einzelnen Korallenstöcken bis diese in eine Korallenlandschaft übergehen. Der Tauchplatz wird ab und an von Delfinen besucht.

Sha'ab Quais

Das ca. 60 Minuten südöstlich von Safaga befindliche Riff spricht hauptsächlich den erfahrenen Taucher an. Das Riff zählt zu den schönsten Riffen in der Region. Die Strömung an diesem Aussenriff ist fast immer ziemlich stark.  Die Lage des Riffs begründet eine gute Chance auf Grossfischbegegnungen. Aber auch der Korallenbewuchs, die bunten Farben und die Anzahl der verschiedensten Fischarten sind ein absolutes Highlight.

Sha'ab Shear

safagarouteDie Tauchgebiete befinden sich an der Ost- und Südwestseite des 2 km langen Riffes. Die Ostseite wird vom Liegeplatz aus über  einen Sandkanal erreicht. Hier dominiert ein weitläufiger Hirnkorallengarten, der durch eine Korallenfelsformation im Osten begrenzt wird. Auf der Westseite kommt man über einen kleinen Durchgang auf das Nordplateau, das zunächst moderat bis 30 Meter , dann steil abfällt. Ein Strömungstauchgang entlang des nördlichen Plateaus und Steilabfalls ist ebenfalls möglich.

Sha'ab Claude

Das kleine Riff liegt in der Nähe von Shaab Shear.  Mehrere Erg´s (Säulen) und Korallenstöcke sind parallel zum Hauptriff. An der Nordseite findet man großen Fischreichtum mit Schulen von gelben Schnappern vor. Auf der Südwestseite befindet sich ein angrenzendes Riff das von einem Kanal vom Hauptriff getrennt ist. Hier trifft man  in 15 Metern Tiefe auf einen Überhang mit einigen großen Fächerkorallen. Die maximale Tauchtiefe beträgt 20 Meter.